Micron Document
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<title>Hnefatafl</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hnefatafl</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Mit <b>Hnefatafl</b> wird ein <a href="Brettspiel" title="Brettspiel">Brettspiel</a> für zwei Personen aus einer Spielefamilie skandinavischen Ursprungs bezeichnet.
</p><p>Eine wörtliche Übersetzung des 20. Jahrhunderts ist <b>Königszabel</b>, da <i>hnefi</i> mit Faust oder Königsfigur übersetzt werden kann. Die Übersetzung von <i>tafl</i> ist eindeutiger geklärt. Das lateinische <i>tabula</i> und das nicht aus dem Lateinischen, sondern dem Germanischen entstammende <i>tafl</i> (oder auch das frühneuzeitliche Wort <i>Zabel</i>) werden im Neuhochdeutschen mit dem Wort <i>Tafel</i> übersetzt, das auch in der Gegenwart einen Tisch im Allgemeinen und ein Spielbrett im Besonderen bezeichnen kann. <a href="Carl_von_Linn%C3%A9" title="Carl von Linné">Carl von Linné</a> lernte das heute noch weitverbreitete Regelwerk in Lappland unter dem Namen <b>Tablut</b> (dieselbe Wortherkunft) kennen.
</p><p>Die sogenannten <i>Tafl</i>-Spiele bezeichnen eine Familie nordeuropäischer Brettspiele, bei denen ein König in der Mitte des Spielfelds steht und sich mit seinen Verteidigern gegen eine Übermacht Angreifer wehren muss. Die Partei des Königs muss die Königsfigur an den Rand oder in die Ecken des Spielfelds bringen, während der Angreifer den König gefangen nehmen muss. Varianten heißen <a href="Fuchs_und_G%C3%A4nse" title="Fuchs und Gänse"><i>Halatafl</i> (=Fuchs und Gänse)</a>, das in der Tradition des römischen Zwölflinienspiels und modernen <a href="Backgammon" title="Backgammon">Backgammon</a> stehenden <i>Kvatrutafl</i>, und das Hnefatafl nah verwandte <i><a href="Fidchell" title="Fidchell">Fidchell</a></i>, dessen Regeln nicht überliefert sind.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historischer_Aufbau_und_Ziel">Historischer Aufbau und Ziel</h2></div>

<p>Hnefatafl wird auf einem Spielbrett (Zabel) mit 13 × 13 oder 11 × 11 Feldern gespielt, Tablut auf 9 × 9 Feldern. Das Spielfeld kann aus Holz, für Spiele unterwegs auch aus weichem Leder sein. Der eine Spieler besitzt zwölf weiße Figuren (acht beim Tablut) und einen König, der andere hat 24 schwarze <a href="Spielstein" title="Spielstein">Spielsteine</a> (16 beim Tablut), die wie in der nebenstehenden Abbildung angeordnet werden. Ziel des Spieles ist es, den König gefangen zu nehmen bzw. den König vor der Gefangenschaft durch den Gegner zu bewahren und über die Randfelder in Sicherheit zu bringen. Eine Partei hat auch dann verloren, wenn sie nicht mehr ziehen kann.
</p><p>Die ursprüngliche Form des Spiels stellt eine Jagdsituation dar, in der die Seite mit weniger Figuren größere Freiheiten genießt und das Recht besitzt, Steine des Gegners gefangen zu nehmen und vom Brett zu nehmen. Die gegnerischen Figuren sind in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkter, aber in ihrer Anzahl stärker. Im Tablutspiel besitzt einer der Spieler 8 blonde schwedische Soldaten und deren König, die größte Figur auf dem Brett, während der Gegner mit 16 dunklen Russen spielt. Das Feld im Zentrum ist deutlich als <i>Konakis</i> oder Thron gekennzeichnet. Nur der schwedische König darf den <i>Konakis</i> besetzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Allgemeine_Regeln">Allgemeine Regeln</h2></div>
<p>Jede Figur bewegt sich nach der Grundaufstellung senkrecht oder waagerecht (aber nicht diagonal) über beliebig viele freie Felder (wie der Turm im Schachspiel). Eine Figur wird gefangen, wenn sie von zwei gegenüberliegenden Seiten durch gegnerische Figuren eingeschlossen wird. Auf diese Weise können auch mehrere Figuren auf einmal gefangen werden. Eine Figur kann jedoch <i>ungestraft</i> zwischen zwei gegnerische Figuren ziehen, ohne dabei gefangen zu werden.
</p><p>Der König alleine darf das Mittelfeld (<i>Konakis</i> oder auch <a href="Thron" title="Thron">Thron</a> genannt) betreten. Er ist gefangen, sobald er von vier Gegnern umgeben ist oder von drei Gegnern plus dem <i>Konakis</i>. Gelingt es ihm, je nach Regeln ein beliebiges Feld am Spielfeldrand oder ein Eckfeld zu erreichen, hat er gewonnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Balance">Balance</h2></div>
<p>Bei den Tafl-Spielen handelt es sich um asymmetrische Spiele, da beide Spieler unterschiedliche Ziele verfolgen und dabei unterschiedliche Figuren, Figurenanzahl und Startpositionen haben.
</p><p>Die verschiedenen Tafl-Spiele und Regeln unterscheiden sich stark in ihrer Balance. So ist es in einigen Spielen möglich, dass Schwarz oder Weiß einen großen Vorteil hat. Andere Spiele und Varianten haben sich dagegen als ausgeglichener herausgestellt.
</p><p>Die Balance hängt außerdem von der Spielerfahrung der jeweiligen Spieler ab. So empfinden es Anfänger oftmals als einfacher, die Königsseite zu spielen.
</p><p>Aus diesen Gründen ist es üblich jeweils zwei Spiele mit wechselnden Seiten zu spielen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fetlar_Hnefatafl">Fetlar Hnefatafl</h2></div>
<p>Diese Version des Spiels wurde nach der Insel <a href="Fetlar" title="Fetlar">Fetlar</a> benannt, auf der "The Fetlar World Quickplay Hnefatafl Championship" stattfindet, und ist als relativ ausgeglichen anerkannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufstellung">Aufstellung</h3></div>
<ul><li>Fetlar Hnefatafl wird auf einem 11×11-Feld gespielt.</li>
<li>Weiß erhält 12 <i>normale</i> Figuren und einen König, die in der Mitte des Spielfeldes aufgestellt werden.</li>
<li>Schwarz erhält 24 Figuren, die zu je 6 Figuren an den Spielfeldrändern aufgestellt werden.</li></ul>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Grundaufstel­lung</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_Ziel">Das Ziel</h3></div>
<ul><li>Weiß gewinnt, wenn der König eines der vier Eckfelder betritt.</li>
<li>Schwarz gewinnt mit der Gefangennahme des Königs.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Spielbeginn">Spielbeginn</h3></div>
<ul><li>Schwarz darf als erstes ziehen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ziehen">Ziehen</h3></div>
<ul><li>Alle Figuren können senkrecht oder waagerecht beliebig viele freie Felder in eine Richtung gezogen werden (wie der Turm im Schachspiel).</li>
<li>Thron und Eckfelder dürfen nur vom König betreten werden. Über einen leeren Thron können jedoch alle Figuren hinweg ziehen.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gefangennehmen">Gefangennehmen</h3></div>
<ul><li>Eine Figur wird gefangen, wenn sie aktiv von zwei gegenüberliegenden Seiten durch gegnerische Figuren eingeschlossen wird. Eine gefangene Figur wird sofort vom Spielplan entfernt.</li>
<li>Eine Figur kann jedoch <i>ungestraft</i> zwischen zwei gegnerische Figuren ziehen, ohne dabei gefangen zu werden.</li>
<li>Der König ist gefangen, sobald er von vier Gegnern eingekreist ist. Wenn er direkt neben dem Thron steht, muss er nur von drei Gegnern umzingelt werden. Auf einem Randfeld kann der König somit nicht gefangen genommen werden.</li>
<li>Falls der König von einem weiteren Stein geschützt wird, ist es möglich, beide gefangen zu nehmen, wenn sowohl der König als auch der andere weiße Stein komplett umstellt sind.<sup id="cite_ref-larp-mit.de_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-larp-mit.de-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Regel ist jedoch nicht überall anerkannt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Eine Figur kann außerdem gefangen genommen werden, wenn sie von einem der vier Eckfelder und einer gegnerischen Figur oder dem leeren Thron und einer generischen Figur auf der gegenüberliegenden Seite aktiv eingeschlossen wird.</li>
<li>Es ist ebenfalls möglich, mehrere gegnerische Figuren auf einmal zu schlagen, wenn eigene und gegnerische Steine abwechselnd in einer Reihe positioniert sind. Der letzte eigene Stein vervollständigt dabei die Reihe.<sup id="cite_ref-larp-mit.de_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-larp-mit.de-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Einfaches Schlagen gegnerischer Steine</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zwischen zwei stehende Gegner ziehen</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Einfaches Schlagen des Königs</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Den König am Thron schlagen</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Den König und einen beschützenden Stein schlagen (Spielvariation)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Mehrere Steine gleichzeitig schlagen</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unentschieden">Unentschieden</h3></div>
<p>Das Spiel ist unentschieden:
</p>
<ul><li>wenn beide Spieler ein Unentschieden vereinbaren,</li>
<li>wenn ein Spieler keine Zugmöglichkeit mehr hat,</li>
<li>bei dreifacher Stellungswiederholung.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Strategie">Strategie</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weiß"><span id="Wei.C3.9F"></span>Weiß</h4></div>
<p>Weiß sollte versuchen, möglichst schnell Einfluss auf eine oder mehrere Ecken zu gewinnen. Dies kann bedeuten, entweder eigene Figuren in die ecknahen Felder zu ziehen, um eine Blockade der Ecke von Schwarz zu verhindern oder die Bewegungsmöglichkeiten von Schwarz einzuschränken. Es kann außerdem sinnvoll sein, den König möglichst schnell zu befreien, um ihn einsatzbereit zu haben und den Druck zu erhöhen. Da es bei einem vorzeitigen Angriff des Königs häufig passiert, dass er in einer oder zwischen zwei Ecken festgesetzt wird, ist dies nicht unbedingt gut, kann jedoch auch zu einem schnellen Sieg führen oder den Gegner signifikant schwächen. Ein häufiger Anfängerfehler ist, sich zu sehr auf das Gefangennehmen gegnerischer Figuren und das Schützen eigener zu konzentrieren. Dabei kann ein Opfer oder Verzicht auf eine Gefangennahme wichtige Stellungsvorteile mit sich bringen und dem König bei seiner Flucht mehr von Nutzen sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Schwarz">Schwarz</h4></div>
<p>Schwarz sollte primär versuchen, die Ecken des Spielfeldes für Weiß unzugänglich zu machen. Hierfür werden mindestens drei Figuren je Ecke benötigt. Von vielen Spielern wird deswegen empfohlen, den König am Anfang nicht anzugreifen, sondern lediglich seine Bewegung einzuschränken, bis die Ecken gesichert sind. Dabei kann es wichtig sein, die vom Rand aus dritte Felderreihe zu blockieren, da diese eine am Spielbeginn freie Linie darstellt, auf der sich Weiß sonst ungehemmt bewegen kann und dessen Randfelder wichtige Schlüsselpunkte für eine effiziente Blockade der Ecke darstellen. Ein häufiger Anfängerfehler ist auch hier, sich zu sehr auf das Gefangennehmen gegnerischer Figuren zu konzentrieren, anstatt die Ecken zu sichern. Sobald diese gesichert sind, kann Schwarz durch gezieltes Vorrücken in einer geschlossenen Reihe die gegnerischen Figuren einkreisen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Copenhagen_Hnefatafl">Copenhagen Hnefatafl</h2></div>
<p>Eine weiterentwickelte, von der World Tafl Federation verwendete, Variante ist das Copenhagen Hnefatafl. Dabei werden Remis-Stellungen vermieden. Gegenüber dem Fetlar Hnefatafl kommen folgende Regeln hinzu<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>:
</p>
<ul><li>Shieldwall capture: Eine Kette am Spielfeldrand stehender Steine kann geschlagen werden, indem sie zunächst von der anderen Seite und dann an den beiden Enden eingeschlossen wird. Die Ecken dürfen hierbei wieder verwendet werden. Befindet sich der König in solch einer geschlagenen Kette, so bleibt er als einziger unversehrt.</li>
<li>Edge fort: Sollte der König sich am Spielfeldrand befinden, noch ziehen, aber nicht mehr geschlagen werden können, gewinnt Weiß.</li>
<li>Encirclement: Sollten alle weißen Steine komplett von Schwarzen eingekreist sein (weiße Steine können den Spielfeldrand nicht mehr erreichen), gewinnt Schwarz.</li>
<li>Stellungswiederholungen sind verboten. Sollte Weiß die Stellung seiner Steine dreimal wiederholen, ohne einen Stein zu schlagen, gewinnt Schwarz.</li></ul>

<p>Dieses Hneftafl-Brett stammt aus dem 12. Jahrhundert. Es wurde bei Ausgrabungen auf dem Gelände der Stadtbibliothek in den 1980er Jahren unter Müll in einem Hinterhof gefunden. Die abgebildeten Figuren bestehen aus Knochen. Sie stammen aus dem 13. Jahrhundert und wurden an anderen Orten der Stadt gefunden. Die Figuren scheinen in einer Spitze zu enden, die möglicherweise in Löcher im Brett gesteckt wurde, sodass die Figur kopfüber stand und einer Faust ähnelte. Dies ist eine mögliche Erklärung für den Namen, da die Vorsilbe „nef“ in Neftafl Faust bedeutet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>

<p>Hnefatafl war in der <a href="Wikinger" title="Wikinger">Wikingerzeit</a>, um das 10. Jahrhundert, von <a href="Irland_(Insel)" title="Irland (Insel)">Irland</a> bis in die <a href="Ukraine" title="Ukraine">Ukraine</a> verbreitet. Es ist wahrscheinlich, dass Hnefatafl nur im normannischen Kulturkreis bekannt war. Archäologische Funde gibt es vor allem im Ostseeraum, auf den britischen Inseln (auf <a href="Orkney" title="Orkney">Orkney</a> auf dem Brough of Deerness 2011 gefunden) und auf Island. Ein hölzernes Brett aus dem 10. Jahrhundert hat man im irischen Ballinderry (<a href="County_Westmeath" title="County Westmeath">County Westmeath</a>) gefunden. Die Anzahl der Felder ist immer ungerade und liegt zwischen 7×7 in Ballinderry und 15×15 bei den Brettern von Gokstad (Norwegen) und <a href="York" title="York">Jórvík</a> (England).
</p><p>Die Regeln einer Variante dieser Spielefamilie, nämlich des <b>Tablut</b>, wurden 1732 von <a href="Carl_von_Linn%C3%A9" title="Carl von Linné">Carl von Linné</a> auf dessen Reisen durch <a href="Lappland" title="Lappland">Lappland</a> aufgezeichnet. Vom Tablut stammt auch die letzte bekannte Erwähnung, dass es noch gespielt wird, aus dem Jahr 1884. Weitere Varianten wie beispielsweise <b>tawl-brrd</b> und <b>alea evangelii</b> sind nur in wenigen Schriftstücken beschrieben und darum nur unzureichend rekonstruierbar. Tablut ging wahrscheinlich aus dem <i>Hnefatafl</i> hervor, das in der Wikingerzeit (850–1050) auf 18×18 Feldern mit 24 gegen 48 <i>Soldaten</i> gespielt wurde. Erste Spuren des Hnefataflspiels stammen aus dem <a href="D%C3%A4nemark" title="Dänemark">Dänemark</a> des 4. Jahrhunderts. Von dort verbreitete es sich mit den Wikingern nach England und mit den <a href="War%C3%A4ger" title="Waräger">Warägern</a> nach Russland und in die Ukraine.
</p><p>Einzig die Regeln des Tablut-Spieles sind historisch durch die Kontinuität in Lappland überliefert. Die Regeln der genannten Varianten können bestenfalls erschlossen werden. Das <i>Abstract Games Magazine</i> hat untersucht, ob das Tablut-Spiel mit den überlieferten Regeln unfair sei, weil die Partei des Königs fast immer gewinne. Diese Vermutung konnten die Tester widerlegen. Die Auswertung von im Internet gespielten Partien ergebe, dass Schwarz nur für Anfänger schwierig zu spielen sei. Mit steigender Spielerfahrung komme es zu ausgeglichenen Ergebnissen für beide Parteien<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p><p>Dennoch gibt es Versuche, die Regeln zu verändern. Typische Änderungen sind etwa, dass der König über die Ecken fliehen muss oder dass es reicht, den König von zwei Seiten zu umstellen, um ihn gefangen zu nehmen. Die veränderten Regeln gehen auf einen Rekonstruktionsversuch aus den 1960er Jahren an der <a href="Universit%C3%A4t_Stockholm" title="Universität Stockholm">Universität Stockholm</a> zurück.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Grundaufstellung_verschiedener_Tafl-Spiele">Grundaufstellung verschiedener Tafl-Spiele</h2></div>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Hnefatafl</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Alea Evangelii</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Tawlbwrdd</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Brandubh</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Ard Ri</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Tablut</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hnefatafl_im_Film">Hnefatafl im Film</h2></div>
<ul><li><a href="The_Last_Kingdom_(Fernsehserie)" title="The Last Kingdom (Fernsehserie)">The Last Kingdom</a>: In Staffel 2, Episode 4 spielt König <a href="Alfred_der_Gro%C3%9Fe" title="Alfred der Große">Alfred</a> mit seiner Tochter Hnefatafl.</li>
<li>Vikings: In Staffel 4, Episode 4 spielt König Harald "Schönhaar" mit Ragnar Lothbroks Söhnen Ubbe und Hvitserk Hnefatafl.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Tafl?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tafl</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<p>Für Hnefatafl und verwandte Spiele allgemein:
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.leikmot.net">Leikmót: Seite über etliche Spiel- und Sportarten der Wikingerzeit mit gutem Hnefatafl-Artikel</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.hnefatafl.app/">https://www.hnefatafl.app/</a>: Online spielbare Version von Tablut</li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20111229053424/http://www.dielegende.de/Hnefatafl.htm">Hnefatafl-Seite des Vereins Die Legende e. V.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 29. Dezember 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.hnefatafl.de.vu">http://www.hnefatafl.de.vu</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://aagenielsen.dk/hnefatafl_online.php">Hnefatafl online</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.tradgames.org.uk/games/Tafl.htm">The Tafl Family</a> Geschichte der Tafl-Spiele (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dragonheelslair.com">Dragonheels' Lair</a> Hnefatafl und andere Tafl-Spiele online spielbar (englisch und französisch)</li></ul>
<p>Für Tablut:
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://brainking.de/de/GameRules?tp=19">Tablut-Regeln auf <i>Brainking</i></a> Die Spiele dort waren Grundlage für die Auswertung im <i>Abstract Games Magazine</i></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.boardgamegeek.com/boardgame/33691">Tablut</a> in der Spieledatenbank <a href="BoardGameGeek" title="BoardGameGeek">BoardGameGeek</a> (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dragonheelslair.com">Dragonheels' Lair</a> Drei verschiedene Tablut-Versionen online spielbar (englisch und französisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-larp-mit.de-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-larp-mit.de_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-larp-mit.de_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.larp-mit.de/konigszabel-tabluthnefatafl-spielregeln/">http://www.larp-mit.de/konigszabel-tabluthnefatafl-spielregeln/</a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Fetlar Hnefatafl World Championchip: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140811062039/http://www.fetlar.org/assets/files/hnefatafl/rules2013visual.pdf">Archivierte Kopie</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Sandeman im <i>Abstract Games Magazine</i>, Ausgabe 16, Winter 2003. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20080803202742/http://www.abstractgamesmagazine.com/tablut.html">Online einsehbar</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.abstractgamesmagazine.com%2Ftablut.html">Originals</a></span> vom 3. August 2008 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.abstractgamesmagazine.com/tablut.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.abstractgamesmagazine.com/tablut.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.abstractgamesmagazine.com</span></span>
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